In 5 Schritten zum Kick-Ass Budget

In 5 Schritten zum Kick-Ass Budget
5 steps to a kick-ass budget

Ich denke, alle Geldblogger und Finanzexperten sind sich in einer Sache einig: Um dein Geld zu beherrschen, musst du verstehen, wo es herkommt und (noch wichtiger) wo es hingeht – kurz gesagt: Du brauchst ein Büdget! Bei der konkreten konkreten Umsetzung scheint jedoch jeder einen eigenen Ansatz zu haben. Meine Kollegen bei moneyunder30.com sind der Meinung, dass das manuelle Aufschreiben aller Ausgaben (auch nur für einen Monat) an Wahnsinn grenzt.

Du kannst dir vorstellen, dass ich anderer Meinung bin. Aber wie soll es denn nun gehen, mit dem budgetieren?

Ich bin ein Zahlenmensch. Ich bin der festen Überzeugung, dass, wenn man etwas optimieren möchte, z. B. die eigenen Ausgaben, die erste Maßnahme darin bestehen muss, zu verstehen, wo jeder einzelne Dollar, Euro oder Yen hingeht. Okay, wissen, analysieren – verstanden. Es gibt jedoch einen anderen Grund. Wenn du dich zwingst, deine Ausgaben zu erfassen, wirst du unbewusst sowie bewusst daran erinnert, weniger auszugeben. Und das, mein lieber Leser, ist der Grund, warum ich mit dem Rat von moneyunder30 nicht einverstanden bin. Ein Budet zu pflegen MUSS dir auf die Eier/stöcke gehen – das macht es doppelt so effektiv. Hier bei pconomics pflegen wir ein hier ein Kick-Ass Budget – das ist nichts für schwache Nerven.

Okay okay Lisa, hör auf, mich anzuschreien! Aber wie fange ich denn nun an?

Also, ich kann dir meinen Budgetierungsansatz erklären – derjenige, der für meine ganz persönliche Situation funktioniert. Wenn du meine Methode ausprobierst, wirst du wahrscheinlich hier und da einen kleinen Schritt ändern. Das ist okay! Es gibt keinen richtigen Weg, die goldene Regel lautet, dein Budget so detailliert wie möglich zu führen.

Schritt 1: Lade den Kick Ass Budget Planer herunter

Um mit mir zusammen an deinem Budget zu arbeiten, lade dir zunächst das Kick Ass Budget herunter:

KickAssBudget auf deutsch

Schritt 2: Approximiere dein gesamtes monatliches Einkommen

Dein monatliches Nettoeinkommen besteht aus deinem Lohninkommen nach Abzug aller Steuern, Zinsen und freiwilligen Beiträge sowie aus dem Gewinnaus unternehmerischen Anstrengungen und Kapitalinvestitionen. Versuche, alles so genau wie möglich zu ermitteln – wenn dein Einkommen von einem auf den anderen Monat schwank, gib einen ungefähren Mittelwert an. Dieser erste Schritt gibt dir einen groben Überblick über dein Einkommen.

Income Overview - Excel budget

Schritt 3: Schätze deine Ausgaben

Schätze nun deine monatlichen Ausgaben, indem du eine Reihe von Kategorien durchgehst, z. B. Wohnen, Transport, Lebensmittel und persönliche Pflege oder Investitionen. Dieser Teil des Budgets ist von Dave Ramsays „Every Dollar“ -Programm inspiriert – nur in deiner eigenen Excel-Tabelle, anstatt in einer Online-Umgebung. Schätze auch deine Ausgaben in jeder Kategorie so tgenau wie möglich ein, auch wenn du nur eine vage Vorstellung davon hast, wie viel du jeden Monat für Kleidung ausgibst – am Ende werden wir wesentlich schlauer sein.

Expense category - Excel budget

Übrigens, bitte lacht mich nicht aus weil ich keine Ahnung habe, was eine Autoversicherung kostet. Ich kann mit Stolz sagen, dass ich noch nie ein Auto besessen habe. Nach diesem Schritt ssolltest du eine Schätzung deines monatlichen Einkommens sowie deiner monatlichen Ausgaben haben – idealerweise übersteigt dein Einkommen natürlich deine Ausgaben.

Schritt 4: Festlegen von Fixkosten

Um uns das Leben ein bisschen leichter zu machen, trennen wir jetzt Fixkosten von variablen Kosten. Feste Kosten sind normalerweise Ausgaben, die jeden Monat gleich bleiben und sich nur gelegentlich ändern. Typische Fixkosten sind Miete, Hypothek oder Versicherung.

In diesem Beispiel haben wir feste Kosten – alle werden einmal im Monat in Rechnung gestellt. Du musst sie nicht täglich nachverfolgen, da sie automatisiert überwacht werden können.

Schritt 5: Erfasse deine variablen Kosten

Nun kommt der langweilige Teil – na ja, für manche ist es langweilig. Als großer Geld-Nerd genieße ich diesen Schritt wirklich. Die Aufgabe ist es, jeden Cent zu verfolgen, der deinen Einflussbereich verlässt. Wann immer dur dir im Café um die Ecke einen Kaffee und ein Brötchen holst, schreibst du deine Ausgaben auf. Wenn du dem Bettler in der U-Bahn einen Euro zusteckst, notiere das. Mach deine Notizen so, wie du möchtest und wie es für dich funktioniert – manche Leute verwenden Apps wie YNAB oder Mint. Ich würde jedoch empfehlen, die gute alte Papier- und Bleistiftmethode zu verwenden. Wenn du die Dinge von Hand aufschreibst, anstatt sie in dein Smartphone zu tippen, wirkt sich dies viel stärker aus und du kannst über die gerade durchgeführte Transaktion nachdenken. Und das ist doch genau der Effekt, den wir erreichen wollen.

In meinem Bullet-Journal habe ich jeden Monat zwei Seiten für meine Ausgaben reserviert. Es sieht chaotisch aus, nur ich verstehe das System – aber für mich funktioniert es. Ich sammle Quittungen beim Kaufen eine Sandwiches oder eines Bahntickets und notiere die Preise, sobald ich Zeit habe. So sieht mein Ausgabenprotokoll für den vergangenen Juni aus:

Am Ende des Monats addiere ich all die Ausgaben, die täglich angefallen sind, nach Kategorien. Essen, Kosmetik, U-Bahn-Tickets – das sind in der Regel meine am häufigsten genannten Kategorien, aber für dich gibt es möglicherweise andere, z. B. wenn du jeden Morgen einen Tasse Kaffee bei Starbucks trinkst oder extram viel mit dem Auto unterwegs bist und dementsprechend oft tanken musst.

Nortiere dir die Summen der Kategorien im Abschnitt „Variable Kosten“ deines Kick-Ass-Budgets. Gib dein Geld aus wie bisher, ohne bewusst zu versuchen, sparsam zu sein. Aber hier kommt der Clou: Nur weil du genau aufschreibst, wie viel du ausgibst, wirst du automatisch weniger ausgeben. Dies ist der wahre Zauber eines auf nervige Weise genauen Budgets. Denk dabei an Menschen, die alles aufschreiben, was sie essen und dadurch automatisch an Gewicht verlieren!

Zu Beginn jedes Monats brauche ich etwas Zeit (normalerweise dauert es nur eine halbe Stunde), um das Budget des vorherigen Monats zu bearbeiten. Auf diese Weise verfolge ich meine Ausgaben, gebe automatisch weniger aus und investiere mehr.

Werde Banker’s Liebling

Diese Methode bietet einen zusätzlichen Vorteil: Wenn du für eine größere Investition ein Bankdarlehen benötigst, z. B. für deine Unternehmensgründung oder in eine Investitionsimmobilie, ist die Bank besonders glücklich, wenn du einen Beweis für deine extrem niedrigen Lebenshaltungskosten zur Hand hast.

Bist du ein Freak wie ich und genießt es wirklich, ein Budget zu führen? Musst du dich jedes Mal zwingen, den Stuft zur Hand zu nehmen? Oder hast du schon positive Auswirkungen des Budgeting auf dein Leben erfahren? Lass es mich in den Kommentaren wissen!

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