Meine erste Immobilie – Teil 1: Ziele setzen

Meine erste Immobilie – Teil 1: Ziele setzen
Die erste Immobilie kaufen

Es ist endlich soweit. Lisa, die alles zerdenkende und selten handelnde Analytikerin hat genau das gemacht: Gehandelt und ihre erste Immobilie gekauft. In dieser Serie möchte ich euch von meinem ersten Immobilien-Invest erzählen. Wie ich meine erste Wohnung gefunden habe, wie der Kaufprozess ablief und welche Kalkulationen ich angestellt habe. Über welche Fallstricke ich hinweggestolpert bin und so weiter und so fort.

Mein Ziel für das erste Investment

Ich habe es schon angedeutet: Ich bin eine furchtbare Analytikerin, die sich gerne und oft Konzepte ausdenkt, Strategien entwickelt und Pläne schmiedet – und dann selten etwas davon umsetzt. Ich kann die Bücher und Artikel, die ich über Immobilien gelesen habe nicht mehr zählen (eine Auflistung meiner Favoriten findest du aber weiter unten). Dementsprechend lang hat meine „mentale Vorbereitung“ gedauert. Ich bin schon immer davon überzeugt, dass Immobilien das beste Investment sind. Insbesondere, seit mein Vater eine unglaublich lukrative Wohnung bei einer Zwangsversteigerung geschossen hat.

Zu meiner Verteidigung: Ich habe bis vor Kurzem nicht im Entferntesten über die finanziellen Mittel verfügt, die man für ein Investment einsetzen sollte – ich war Studentin mit nur wenigen Ersparnissen und hätte auf dem konventionellen Weg (über eine Bank) kaum eine Finanzierung bekommen. Also habe ich statt dessen meine Zeit in meine Immobilien-Bildung investiert. Ich bin sogar soweit gegangen, ein Praktikum bei einer Wohnungsgesellschaft zu machen, in einem Bereich, der nicht wirklich zu meinem sonstigen Lebenslauf passt.

Keine Ausreden mehr

Mittlerweile bin ich seit einem Jahr in einem festen Angestelltenverhältnis, das mir ein „ganz annehmbares“ Gehalt zahlt – jedenfalls hoch genug, um sich für eine Finanzierung zu qualifizieren. Zudem habe ich dem einen Jahr durch sparsamen Lebenswandel Geld zurücklegen können. Lies hier mehr darüber, wie ich das perfekte Haushaltsbuch führe.

Anfang 2019 hieß es für mich also: Keine Ausreden, keine Rückzieher mehr, sondern Action! Ziel war es, die erste Immobilie noch im ersten Quartal 2019 zu finden und zu kaufen. Ziel darüber hinaus: Es sollte eine Immobilie mit positivem Cashflow > 50 € sein. Klingt bescheiden, irgendwo muss man aber ja ansetzen.

Welche Bücher habe ich gelesen?

Erfolg mit Wohnimmobilien

Der Praxisleitfaden: „Erfolg mit Wohnimmobilien“ von Thomas Knedel, 39,90 €

Dieses Buch ist wirklich mein go-to, wenn ich konkrete und detaillierte Antworten auf meine Fragen brauche. „Erfolg mit Wohnimmobilien“ ist meiner Meinung nach DAS Standardwerk für Investoren. Eher auf der teuren Seite, aber definitiv ein gutes Investment.

 

 

Die Inspiration: „Das wirkliche Erfolgsgeheimnis von Jung-Millionären“ von Torben Käselow, 19,99 €Das wirkliche Erfolgsgeheimnis von Jungmillionären

Inhaltlich etwas dünn, könnte man meinen, dafür aber um so inspirierender. Torben beschreibt hier seine persönliche „vom Tellerwäscher zum Millionär“-Geschichte, von seinen finanziellen Fehlern und den Immobilieninvestments, die ihn letztendlich finanziell unabhängig gemacht haben.

 

 

Immocation Die Do ist yourself RenteDie Schritt für Schritt Anleitung: „Immocation – Die Do it yourself Rente“ von Marco Lücke und Stefan Loibl, 19,90 €

Dieses Buch schafft, was die anderen nicht geschafft haben: Eine verständliche Schritt für Schritt Anleitung liefern: Wann genau muss ich mich um die Finanzierung kümmern? Was brauche ich für den Notartermin? … Einziger Wehrmutstropfen: Die beiden Autoren verfolgen eine eher konservative, sehr realistische Strategie. So geht es z.B. nicht unbedingt um die Erreichung finanzieller Freiheit, sondern um ein Zusatzeinkommen in 35 Jahren, nämlich dann, wenn der Kredit abbezahlt ist. Inspiriert hat mich das Buch also nur bedingt, gute Infos für den Erstkäufer liefert es aber allemal.

 

 

Fokussiert, aber mit Verstand

Mit diesem konkreten Ziel im Kopf, die erste Anlageimmobilie im ersten Quartal 2019 zu kaufen, war für mich ein unheimlicher Druck verbunden. Das Ziel war konkret genug formuliert, um bei Nichterfüllung einen schmerzhaften Rückschlag für mein Selbstvertrauen zu verursachen, aber nicht so eng gesetzt, um mich zu einer dummen und undurchdachten Entscheidung zu verleiten. Na klar- mehr Recherche geht immer. Ein noch diffiziler ausgefeiltes Suchprofil, eine umfangreichere Standortanalyse. Wer mich kennt, weiß aber, dass ich Gefahr laufe, in die Analysis Paralysis zu verfallen:

Analysis paralysis describes a moment where over-analyzing or over-thinking a situation can cause it to become ‚paralyzed‘, meaning that no action was taken therefore a solution is not reached.

Deshalb wusste ich, dass ich den sozialen Antreiber brauche, um weiterzumachen. Es hieß also: Möglichst schnell die Analyse-Parts abschließen und ins Handeln kommen; Finanzierungsvermittler kontaktieren, Makler anrufen, Besichtigungstermine vereinbaren. Wie das Ganze so vor sich ging erzähle ich euch dann im nächsten Teil.

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