15 Microhabits, die dein Leben verändern

15 Microhabits, die dein Leben verändern

Menschen überschätzen das, was sie an einem Tag erreichen können – und unterschätzen, was sie in einem Jahr schaffen könnten.

Dieses Zitat muss ich mir immer wieder vor Augen führen, wenn ich das Gefühl habe, auf der Stelle zu treten und wenn mir mal wieder nichts schnell genug geht. Denn wenn ich dann wirklich auf das vergangene Jahr zurückblicke, merke ich erst, wie viel ich erreicht habe.

In diesem Zusammenhang habe ich das Buch „Atomic Habits“ von James Clear (HIER kaufen) gelesen. Der Auto beschreibt hier auf sehr anschauliche Weise, welche Bedingungen zusammenkommen müssen, um eine neue Gewohnheit zu entwickeln oder eine unliebsame Gewohnheit abzulegen. Unter anderem beschreibt er im Buch eine Technik, um den initialen Widerstand beim Etablieren einer neuen Gewohnheit zu brechen – nämlich Microhabits.

 

 

Was sind Microhabits?

Stell dir Folgendes vor: Du hast viel darüber gelernt, warum tägliches Meditieren dich in einem Alltag unterstützen kann – angeblich sollst du dadurch klarer denken, rationalere (Investment-) Entscheidungen treffen und deine Schlafprobleme könntest du auch beheben. Du willst also das tägliche Meditieren zu deiner neuen Angewohnheit machen, mindestens 15 Minuten. Vielleicht bleibst du ja ein paar Tage dabei, aber nach der ersten Woche findest du schon Ausreden, warum du diese 15 Minuten nun nicht investieren kannst – viel eher solltest du doch das Gästeklo putzen oder eine weitere Folge Game of Thrones schauen (glaub mir, ich kann es nachvollziehen, Kumpel …).

James Clear empfiehlt nun, um deine neue Gewohnheit zu entwickeln, solltest du sie so einfach wie möglich machen. Und was ist einfacher als 15 Minuten meditieren? Jep, eine Minute meditieren. Klingt bescheuert und bringt ja nichts? Doch, es funktioniert, weil das Anfangen immer das Schwierigste ist. Wenn du dich erst einmal hingesetzt und tief durchgeatmet hast (oder wie auch immer du meditierst), ist der Löwenanteil an Überwindung bereits geschafft. Wenn du nun nach einer Minute die Meditation abbrechen willst, musst du dich nicht schuldig fühlen, denn genau das hattest du dir ja vorgenommen. Du könntest aber auch einfach noch ein paar weitere Minuten meditieren, wo du nun schon einmal dabei bist …

Microhabits tricksen dein Hirn aus, indem sie die Überwindung am Anfang einer Angewohnheit umgehen. Denn es erfordert schon eine gewisse Kreativität, sich eine Ausrede auszudenken, warum man sich nicht einmal für eine Minute still in eine Ecke setzen kann.

15 Microhabits, die dein Leben verändern

Im Grunde kannst du jede Gewohnheit, die du entwickeln möchtest, in einen Microhabit verwandeln, indem du sie einfach viel viel einfacher machst. Hier ein paar Inspirationen:

Eine Kniebeuge / eine Liegestütze machen

Wenn du fitter werden willst, dich aber ungern zum Sport aufraffst, fang mit einer Kniebeuge an. Hör auf, wenn du willst – oder mach gleich noch ein paar weitere Kniebeugen.

Fünf Minuten die Wohnung aufräumen

Das ist einer meiner Lieblingstipps und etwas, das ich regelmäßig praktiziere. Abends vor dem Schlafengehen stelle ich mir einen Timer auf 5 Minuten und versuche, in dieser Zeit so viel wie möglich aufzuräumen, kurz Staub zu wischen oder Geschirr wegzustellen. Du wirst kaum glauben, wie viel du in 5 Minuten geschafft bekommst, wenn du dich fokussierst und beeilst.

Eine Seite in einem Fachbuch lesen

Wenn du mehr oder komplexere Bücher lesen willst, fang mit nur einer Seite an, die du konzentriert durcharbeitest.

Einen Absatz an deinem Buch schreiben

Du willst schon lange ein Buch schreiben, eine kleine App programmieren oder ein anderes Herzensprojekt verfolgen, zu dem du dich aber nach Feierabend einfach nicht mehr aufraffen kannst? Schreibe nur einen Absatz oder 10 Zeilen Code und du hast dein Soll erfüllt. Schreibe mehr und du hast es übererfüllt.

Vor dem Abendbrot eine Möhre essen

Du möchtest ein paar Kilo abnehmen oder mehr Ballaststoffe zu dir nehmen, um gesünder zu leben? Dann ist dieser Microhabit vielleicht etwas für dich; vor jeder Mahlzeit isst du eine Portion Gemüse oder Salat. und wartest dann ein paar Minuten, bevor du dein wirkliches Mahl zu dir nimmst. Das Gemüse wird deinen Magen „vorbefüllen“, sodass du später weniger Hunger hast und nebenbei fügst du deinem Ernährungsplan die notwendigen Vitamine hinzu.

Einen Verkaufsanruf machen

Nur wenige Menschen mögen Kaltakquise. Wenn du aber Unternehmerin oder Verkäufer bist, gehören Kundenanrufe zu deinen Aufgaben. Wenn du nur einen Anruf pro Tag machst, hast du dein Unternehmen bereits vorangebracht. Mache zwei und du verdoppelst deinen Impact.

Das Gesicht waschen

… Zähne putzen und / oder die Haare kämmen. Wenn du einmal von Zuhause aus gearbeitet hast, weißt du, wie demotivierend es sein kann, in Jogginghose und mit strubbeligen Haaren an die Arbeit zu gehen. Nimm eine Dusche, zieh ein frisch duftendes Hemd an und geh erst dann an die Arbeit – denn unser Gehirn verknüpft das Gefühl von Produktivität mit einer gepflegten Erscheinung.

Ein Glas Wasser trinken

Fast jeder Deutsche trinkt zu wenig und das hat langfristig negative Auswirkungen auf deine Gesundheit. Also, wo du das gerade liest: Trink ein Glas Wasser! Erledigt? Gut, dann weiter im Text.

Fünf Minuten dein Musikinstrument spielen

Du möchtest besser darin werden, ein Musikinstrument zu spielen? Dann habe ich gute Neuigkeiten: Täglich 5 Minuten zu üben bringt dir bessere Fortschritte, als ein mal pro Woche eine Stunde lang zu üben. Am Besten wäre natürlich beides.

30 Minuten früher schlafen gehen

Ähnlich wie mit dem Trinken verhält es sich mit Schlaf. Er ist essentiell für unsere körperliche und seelische Gesundheit und dennoch bekommen die meisten von uns zu wenig davon. Gehe nur 30 Minuten früher zu Bett als bisher, lies ein paar Seiten eines guten Buches und schalte das Handy aus.

Deine Kassenzettel sammeln

Du willst endlich auch ein Kickass-Budget führen, aber es erscheint dir zu umständlich? Fang einfach nur damit an, bei jedem Einkauf um den Kassenzettel zu bitten und alle Kassenzettel in einer dafür vorgesehenen Tasche oder einem Fach deines Geldbeutels aufzubewahren. Das Aufschreiben und Kategorisieren deiner Ausgaben ist dann ein nächster Schritt und gilt als Übererfüllung der Aufgabe.

Eine Sache aufschreiben, für die du dankbar bist

Dankbarkeit ist einer der Hauptfaktoren für Zufriedenheit. Die Reflexion einer Sache, für die du dankbar bist, kann dich nicht nur glücklicher machen, sondern auch deine Entwicklung als Person fördern. Möglicherweise ist das Aufschreiben einer Sache, für die du dankbar bist, der Start zu deiner neuen Gewohnheit, ein Journal zu führen.

Deine Investments automatisieren

In meinem Bekanntenkreis merke ich auch hier, dass der erste Schritt meistens der schwierigste ist. Zum ersten Mal ein Depot anzulegen und die ersten Aktien zu kaufen stellt für viele eine unangenehme Aufgabe dar. Wenn es für dich auch so ist, versuche, deine Investments mit Sparplänen zu automatisieren, damit du dich so wenig wie möglich aktiv darum kümmern musst.

Einen Zahn mit Zahnseide behandeln

Okay, jetzt wird es wirklich lächerlich einfach. Einen Zahn mit Zahnseide behandeln – das schafft wirklich jeder. Wenn du schon dabei bist, mach einfach mit den anderen Zähnen weiter.

Das Bett machen

Ähnlich wie der Tipp, dein Gesicht zu waschen, zielt auch dieser darauf ab, dich mit einem unglaublich simplen Task in einen produktiven Zustand zu versetzen. Wer es morgens nicht hinkriegt, sein Bett zu machen, schafft vermutlich auch nicht viel anderes, oder? Programmiere dich als erstes am Morgen darauf, alle Aufgaben zu erledigen, die du dir vornimmst. Indem du dein Bett machst.

Welche Microhabits möchtest du in deinen Alltag integrieren? Welche Ziele verfolgst du damit? Lass es mich in den Kommentaren wissen!

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