Meine finanziellen Ziele für das Jahr 2020

Meine finanziellen Ziele für das Jahr 2020

Das Jahr 2019 neigt sich dem Ende zu und ich schließe mich mal wieder dem Hype um das Setzen von Zielen für das neue Jahr an! Heute erzähle ich euch also von meinen finanziellen Zielen und Systemen für das Jahr 2020. Bevor wir starten: Zwei Dinge sind aus psychologischer Sicht zum Thema Zielsetzung zu sagen:

  1. Natürlich kannst du dir neue Ziele und gute Gewohnheiten auch in der Mitte des Jahres, des Monats oder Tages setzen! Wenn du dich gesünder ernähren willst, warte damit bitte nicht bis zum 1. Januar, sondern fange sofort, in diesem Moment an.
  2. Ziele allein sind nur bedingt wirksam, wie James Clear in seinem Buch „Atomic Habits“ (Buch | Hörbuch) darstellt. Vielmehr empfiehlt er, Systeme zu implementieren, die dich dabei unterstützen, die Person zu werden, die ihre Ziele erreicht.

Jeder Olympiateilnehmer möchte eine Goldmedaille gewinnen. Jeder Bewerber möchte den Job bekommen. Und wenn erfolgreiche und erfolglose Menschen dieselben Ziele verfolgen, kann das Ziel nicht das sein, was die Gewinner von den Verlierern unterscheidet.

Was also ist mit „Systemen“ gemeint?

Systeme beschreiben den Prozess, der dich auf deine Ziele zuführt, statt sich auf das Ergebnis zu fokussieren. Es geht also nicht um das „träumen von einem Ziel xy“, sondern darum, kleine Gewohnheiten zu etablieren, die dich früher oder später dort hin bringen werden. Lass mich dir ein simples Beispiel geben: Du bist Vertriebler und rufst Leute an, um ihnen einen Handyvertrag zu verkaufen. Dein Ziel ist es, zu den besten 5 Verkäufern deines Team zu gehören und so die Reise nach Mallorca zu gewinnen. Das Ziel ist für dich sicherlich motivierend, du musst aber vor allem die Systeme und Gewohnheiten etablieren, die dich dort hinbringen. Eine Gewohnheit könnte es also sein, noch vor dem Mittagessen 30 Anrufe zu machen. Diese 30 Calls sind dein System.

Zu jedem Ziel, das du dir also für das kommende Jahr setzt, kannst du die passenden Systeme ableiten.

Meine fianziellen Ziele für 2020

Das vergangene Jahr war stark durch mein erstes Immobilieninvestment geprägt. Es war eine spannende, aber auch anstrengende Zeit. Im kommenden Jahr möchte ich systematischer sparen, eine weitere Wohneinheit kaufen und mein Einkommen erhöhen. Meine finanziellen Ziele für das neue Jahr sehen deshalb so aus:

18.000 € sparen

18.000 € im Jahr entsprechen 1.500 € im Monat. Das wird tatsächlich eine gewisse Herausforderung für mich sein, dennoch ist es möglich. Im letzten Jahr habe ich diese Zahl nicht systematisch nachverfolgt, sondern nur Monat für Monat ausgerechnet, was übrig blieb. So habe ich mehr ausgegeben, als nötig war. Im kommenden Jahr steht ein längerer Urlaub an, für den ich also im Voraus budgetieren muss. Zu meinen Gunsten spricht, dass ich meinen Job gewechselt habe und nun ein gutes Stück mehr verdiene. Dennoch sind 18.000 € eine Herausforderung.

Das System: Gleich nach Zahlungseingang meines Gehaltes auf mein Sparkassen-Konto überweise ich den jeweiligen monatlichen Betrag auf mein Tagesgeldkonto, für das ich keine Debitkarte habe. Alle Geldausgänge gehen ausschließlich über das Sparkassen-Konto. So wächst das Vermögen auf dem Tagegeldkonto stetig an und ich habe die volle Kontrolle darüber. Darüber hinaus werde ich weiterhin achtsam Geld ausgeben. Das Mittagessen in der Kantine wird günstiger werden, ggf. bekomme ich ein Jobticket für den öffentlichen Nahverkehr und kann so meine Fixkosten etwas senken. Das auswärts-Essen und Bestellen möchte ich weiter herunterfahren und lieber für 2 Tage vorkochen.

Gespartes Geld strategisch auf die Assettklassen aufteilen

Die gesparten 1500 € sollen natürlich nicht einfach tatenlos herumliegen und an Wert verlieren. Jeder Euro braucht eine Aufgabe, wie man so schön sagt. Ich werde also einen Plan erarbeiten, wie ich die 1500 € auf Immobilieninvestments, ETFs, P2P Kredite und „Spielgeld“ (Optionen?) aufteile. Wenn der Plan steht, erfahrt ihr es als erstes!

Das System: Einen Plan erarbeiten und dann soweit wie möchlich automatisieren, z.B. durch Sparpläne und automatisierte Überweisungen.

Mich mit dem Thema Optionen auseinandersetzen und meine ersten Trades machen

An Optionen habe ich mich bisher nicht herangetraut, da ich sie für ein Hochrisikogeschäft hielt. Nachdem mir ein befreundeter Manager von seinen hohen Gewinnen und den direkt darauf folgenden Verflusten erzählte, las ich ein wenig mehr über das Thema und stieß auf die sogenannten Stillhaltergeschäfte. Zwar nicht direkt passives Einkommen – aber doch interessant genug, als dass ich mich damit näher befassen möchte. Sobald ich mich sicher fühle, werde ich auch die ersten kleinen Trades mit meinem „Spielgeld“ angehen.

Das System: Zwei Bücher werde ich mir vornehmen: Strategisch Investieren mit Aktienoptionen: Konservativer Vermögenszuwachs mit Stillhaltergeschäften (Buch) und Optionsstrategien für die Praxis: So sichern Sie sich an der Börse ein regelmäßiges Einkommen (Buch). Darüber hinaus kann man über Blogs und Artikel ebenfalls einiges lernen.

Eine neue Wohneinheit erwerben

Dieses Ziel spricht eigentlich für sich. Irgendwann im Laufe dieses Jahres will ich eine weitere Wohneinheit erwerben, die mir einen moantlichen Cashflow von mindestens 100 € einbringt. Sollte sie das nicht von Anfang an tun, werde ich sie dorthin optimieren. Gut möglich, dass ich dieses Ziel erst ab Mitte des Jahres verfolgen kann, da in meiner aktuellen Wohung Reparaturen anstehen, von denen ich noch nicht weiß, wie teuer sie werden. Ersteinmal halte ich hier also die Füße still.

Lies auch: Meine erste Immobilie – Teil 1: Ziele setzen

Das System: Einen Anteil meiner monatlichen 1500 € lege ich für die Anzahlung auf eine Immobilie zurück. Sobald ich bereit bin, wieder in den Markt einzusteigen, werde ich täglich die gängigen Immobilienoportale sowie Zeitungen einsehen, mein Netzwerk aktivieren und aktiv Makler anrufen.

Side-Hustles weiter verfolgen und ausbauen

Um komfortabel sparen zu können und weitere Quellen passiven oder zumindest selbstständigen Vermögens aufzubauen, muss ich meine Einnahmen erhöhen. Und wenn ich nicht am Wochenende noch Kellnern gehen will, bleiben hier nur Side-Hustles, die ich von Zuhause aus anstoßen kann. Der erste soll dabei dieser Blog sein. Es ist wohl kein Geheimnis, dass Blogger, die regelmäßig aktiv sind, oft ein stolzes Sümmchen damit verdienen. Ich decke aktuell gerade einmal die Kosten für das Hosting, sehe aber Potenzial nach oben!

Als zweites habe ich Kindle Direct Publishing (KDP) für mich entdeckt. Bisher habe ich hier nur sogenannte low content books (Notizbücher) herausgegeben, diese funktionieren aber schon ganz gut (siehe mein Haushaltsbuch). Hier möchte ich noch viel mehr herausgeben, um bestenfalls ein schönes passives Nebeneinkommen zu erhalten.

Das System: Wenn ihr meine Morgenroutine kennt (hier gehts zum Artikel), wisst ihr, dass ich jeden Morgen ein Zeitfenster zum konzentrierten Arbeiten an meinen aktuellen To Dos reserviert habe. Am Abend vorher möchte ich zukünftig festlegen, welche Aufgabe das sein wird. Es kann also das Schreiben an einem Blogbeitrag, das Durcharbeiten eines Buches über Optionshandel oder das Schreiben eines Ebooks sein.

Meine Selbst-Verbesserungs Ziele

Neben meinen finanziellen Zielen für das Jahr 2020 ist das Thema self-improvement weiterhin groß bei mir. Mir mangelt es nicht an Ideen, was ich noch alles lernen könnte, sondern am Durchhaltevermögen bei der Umsetzung. Dieses Jahr möchte ich mich also auf einige wenige Projekte beschränken, diese aber auch wirklich durchziehen.

Einen 20-stündigen Kurs auf Udemy zum Thema Python-Programmierung beenden und einen rudimentären Web-Scraper programmieren

Falls du gerade nur Bahnhof verstanden hast – kein Problem, mir wäre es vor einiger Zeit auch noch so gegangen. Python ist eine Programmiersprache, die ziemlich flexibel und relativ einfach zu erlernen ist. Ich kenne zwar R und Matlab als Programmiersprachen (Matlab mehr schlecht als Recht), Python als objektbasierte Sprache ist daher etwas relativ Neues für mich. Ein Web-Scraper ist ein Programm, das Informationen aus dem Internet ausliest und damit Berechnungen anstellt. Meine Blogger-Kollegin Petra Wolff nutzt beispielsweise Web Scraper für ihre Levermann-Strategie.

Diesen speziellen Kurs habe ich schon viele Male angefangen, ein paar Lektionen bearbeitet und das Thema dann wieder schleifen gelassen. Das ist aber fatal, denn Programmieren ist nicht wie Fahrrad fahren – man verlernt es leider sehr schnell wieder. Was mir aber hilft, dranzubleiben, ist ein konkretes Projekt, an dem ich neben den Lektionen tüfteln kann. Und das mir auch eine Erleichterung meiner Arbeit bringt, wenn es fertig ist. Dazu soll mein Web-Scraper dienen.

Das System: Da ich für das Programmieren lernen eher ein paar Stunden am Stück statt eine halbe Stunde morgens investieren möchte, verlege ich die Programmierzeit auf die Abende und Wochenenden. Für mich bieten sich der Donnerstagabend (2h) und der Sonntagabend (2h) an. Einen davon werde ich jeweils nutzen.

Ein Jugendbuch auf Spanisch lesen

Ich habe einmal einen Bericht über einen Mann gelesen, der nur durch das Lesen von Kinderbüchern über 20 Sprachen erlernt hat. Warum das so gut funktioniert? Weil du mit einem Grundwortschatz von dur wenigen hundert Wörtern in der Lage bist, dich in einer Sprache zu verständigen – nicht unbedingt grammatikalisch perfekt aber wen interessiert es?

The 75 most common words make up 40% of occurrences, the 524 most common words make up 60% of occurrences, the 2925 most common words make up 80% of occurrences

Das System: Ich möchte mit einer Sprache beginnen, nämlich Spanisch. Sie wird von vielen Menschen gesprochen, klingt wunderschön und noch dazu hatte ich bereits 2 Jahre Spanischunterricht in der Schule. Und was werde ich lesen? Ganz klar: Harry Potter 1 y la piedra filosofal (Buch). 1 h lesen und Vokabeln lernen 2 mal pro Woche klingt nach einem guten Schnitt. Wer macht mit?

 

Ich liebe es, über eure finanziellen Ziele und eure persönlichen Ziele zu lesen. Was habt ihr euch für 2020 vorgenommen?

4 Comments

  1. Echt lustig – wir sind auf fast demselben Stand: Ich habe vor Kurzem auch die Stillhaltergeschäfte entdeckt (fand Optionen auch immer zu riskant) und vor ein paar Tagen einen Python-Kurs angefangen 🙂

    Nur für die Immobiliengeschäfte bin ich noch zu klein (mein Psychologie-Studium ist noch nicht ganz fertig) 😀

    Habe deinen Blog heute zufällig gefunden und werde auf jeden Fall ab und zu vorbeischauen!

    1. Na das ist wirklich witzig! Ich habe auch ziemlich schnell nach meinem Psychologie-Studium das Geld für meine erste Investmentimmobilie zusammengekratzt 🙂

      Freue mich, wenn du hier mitliest!

  2. Hi Lisa,
    cool, dass sich eine Frau an den Optionshandel heranwagt, ich besitze seit einem Monat 3 Long Call Positionen – mit mittelmäßigem Erfolg. Investiere seit 2017 aktiv in Aktien und mich hat es nun gereizt, etwas risikofreudiger zu werden 😉 Ich würde mich sehr freuen, wenn du deine Erkenntnisse aus den zwei Büchern auf deinem Blog teilst, werde auf jeden Fall regelmäßig vorbeischauen. Ich habe mir sämtliche Videos von Claudia Jankewitz angeguckt, deshalb auch die Long Positionen. Um aber auch die (statistisch vorteilhaftere) Optionsverkaufseite kennenzulernen, werde ich im April ein Seminar machen bei zwei Herren von „Optionsuniversum“.
    Ich freue mich, von deinen Erfahrungen zu hören, wir können uns da gerne mal austauschen!
    Liebe Grüße,
    Babette

    1. Hallo liebe Babette!

      Vielen Dank für deinen Kommentar! Das klingt spannend! Tatsächlich konzentriere ich mich aktuell auch mehr auf die Verkäuferseite, möchte aber erst darüber schreiben, wenn ich die Grundlagen wirklich verstanden habe 🙂

      Viele liebe Grüße
      Lisa

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