Die Bullet Journal Methode für Produktivität und Kreativität

Die Bullet Journal Methode für Produktivität und Kreativität

Eine Sache, die ich vor mittlerweile fünf Jahren entdeckt habe, hat mein Leben nachhaltig zum Besseren geändert. Und glaubt mir, ich bin normalerweise jemand, der auf einen Hype-Zug aufspringt und noch vor dem nächsten Bahnhof wieder runtergefallen ist. Aber hier ist es anders. Seit fünf Jahren fülle ich jedes Jahr mindestens ein Bullet Journal mit meinen Plänen, Zielen, Aufgaben, Mind Maps, Projektübersichten und Rückblicken.

Meine Bullet Journals enthalten Informationen über

  • die Bücher, die ich gelesen habe
  • wie viel Wasser ich trinke
  • wo ich mich beworben habe und wer mir abgesagt hat (ich sehe dich an, Bayer AG! You made the list!)
  • was meine Jahres-, Monats-, Wochen und Tagesziele waren, ob ich sie erreicht habe
  • und so viel mehr…

Ich möchte euch heute von der Bullet Journal Methode erzählen, die eigentlich extrem einfach ist, zugleich aber so komplex werden kann, wie du es dir wünschst!

Was ist die Bullet Journal Methode?

Bullet Journal

Die Bullet Journal Methode ist eine vom österreichisch-amerikanischen Designer Ryder Carroll entwickeltes Organisationssystem, das in seiner einfachsten Form lediglich ein Notizbuch und einen Stift benötigt. Carroll, der in seiner Jugend mit dem Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom diagnostiziert wurde, war auf der Suche nach einem System, das ihm helfen konnte, seine Gedanken zu sortieren, die Zukunft zu planen und die Vergangenheit zu reflektieren, ohne umfangreiche digitale Hilfsmittel oder eine chaotische Zettelwirtschaft. Es musste schnell und flexibel genug sein, sich seinen wechselnden Bedürfnissen anzupassen, ohne vorgegebene Rahmen wie Kalender oder ausfüllbare To Do Listen.

Jeder Benutzer des Bullet Journal muss also für sich selber festlegen, welche Bestandteile er oder sie braucht. Ich beispielsweise führe meinen Kalender ausschließlich über Outlook, sodass ich die Kalenderfunktion des Bullet Journal vernachlässige. Online findet man viele Beispiele wunderschön und ordentlich gestalteter Bullet Journals. Aber auch das ist nichts für mich, weil ich es zum planen und strukturieren benutze, statt mich künstlerisch auszutoben. Statt dessen schreibe ich Learnings aus großartigen Büchern auf, die ich gerade lese. Was auch immer du wichtig findest – du kannst das Bullet Journal genau dafür nutzen.

Inspiration gefällig? So benutzen andere das Bullet Journal.

Habit Tracker

James Clear beschreibt in seinem von mir heiß geliebten Buch Atomic Habits (lies hier meinen Artikel zum Buch) darüber, wie hilfreich es ist, gute Angewohnheiten nachzuverfolgen. So können wir verstehen, wann und warum wir einen Vorsatz fallen lassen oder wie viele Tage in Folge wir ihn bereits geschafft haben. Im Bullet Journal kann man das gut mit einem Habit Tracker verfolgen:

 

Kalender

Wenn du deine Termine gerne auf einen Blick und händisch notiert hast, kannst du auch einen Kalender in dein Bullet Journal integrieren und dir für jeden Monat die relevanten Termine und To Dos notieren.

 

Ziele definieren und herunterbrechen

Eine meiner Lieblingsfunktionen des Bullet Journal ist das Definieren und Herunterbrechen meiner Ziele (lies auch: Meine finanziellen Ziele für das Jahr 2020). Das Aufschreiben der eigenen Ziele, dazu noch in ein Buch, das man täglich mit sich führt, ist eine unheimliche Motivation. Ich belasse es aber nicht bei hochtrabenden Jahreszielen sondern leite daraus Sub-Ziele und konkrete To Dos ab.

 

Braindump

Hattest du schon mal so viel zu tun, dass du nicht schlafen konntest, weil dir immer wieder etwas Neues eingefallen ist, das du noch erledigen musst? Oder hast du mal ein Projekt übernommen und sofort war dein Kopf voll mit Ideen und Fragen und To Dos? Dafür ist der Braindump perfekt geeignet. Formlos und bisweilen chaotisch kannst du hier alles aufschreiben, was dir in diesem Moment in den Sinn kommt – nur, um es aus dem Kopf herauszubekommen.

 

To Do Liste

Für mich eines der häufigsten Einsatzgebiete; die tägliche To Do Liste.

Für die täglichen Ansichten gibt es so viele Gestaltungsmöglichkeiten, wie es Benutzer der Bullet Journal Methode gibt. Neben dem normalen ankreuzbaren To Do Kästchen (gibt es etwas besseres, als eine Aufgabe abzuhaken??) kannst du eigene Symbole für Termine, Geburtstage, Wissenswertes, Ausgaben/Einnahmen etc. bilden. Wie immer: Es muss zu deinen Ansprüchen passen.

 

Wenn du jetzt ebenso angefixt bist wie ich, als ich zum ersten Mal von der Bullet Journal Methode gehört habe, dann kann ich dir ein paar weitere Ressourcen wärmstens empfehlen:

 

Habt ihr eine bevorzugte Methode, wie ihr euch strukturiert und eure Zeit managed? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!

 

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