Der Excel Finanzplan für jede Lebenslage

Der Excel Finanzplan für jede Lebenslage

Ja, ich habe es mal wieder getan – ich habe einen neuen Excel Finanzplan erstellt, um meine Finanzen zu organisieren. Ich bin unverbesserlich. Das letzte Excel-Tool (mehr dazu kannst du hier nachlesen) war mir schnell nicht mehr ausführlich genug, nicht in sich schlüssig genug und außerdem auch zu bunt. Das neue Sheet ist cleaner im Design und durchdachter in der Ausgestaltung und kommt ab sofort in meinen monatlichen Berechnungen zum Einsatz.

What gets measured gets managed!

Meine neuen Finanzplan kannst du natürlich kostenlos herunterladen und mit deinen individuellen Zahlen und Daten befüllen. Er erfüllt aber erst dann seinen Zweck, wenn du ihn monatlich mit Informationen fütterst. Dann gibt er dir Infos darüber, wo du zu viel ausgibst, wie sich deine Sparquote in der letzten Zeit entwickelt hat, ob deine Investments diversifiziert sind und wie deine Vermögensverteilung- und Entwicklung aussieht. Aber ein Schritt nach dem anderen.

Hier kannst du den Excel-Finanzplaner kostenlos herunterladen:

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So funktioniert der Excel Finanzplan

Wie genau ist die Datein denn nun aufgebaut und wie verwende ich sie für die allmonatlichen Berechnungen meiner Vermögensentwicklung?

Read me

Auf dem ersten Reiter deines Excel Finanzplans findest du eine Anleitung zum Arbeiten mit der Excel und Infos darüber, wo was zu finden ist. Wenn du einmal eine Info nicht findest, du eine bestimmte Kalkulation vermisst oder du etwas anders machen würdest, zögere nicht, mir einen Kommentar zu schreiben! Ich bin immer offen für Vorschläge, die mein Excel-Game noch verbessern.

Schritt 1: Einnahmen und Ausgaben

Das Herzstück deines Finanzplans ist die Seite der Einnahmen und Ausgaben. Bearbeite zunächst deine Einkommenskategorien. Wenn du selbstständig bist, sollte hier also nicht „Lohnarbeit“ zuoberst stehen. Einnahmen aus Side Hustles (hier habe ich schon einmal über das Thema geschrieben), Investitionen und Vermietung gehören hier ebenfalls rein. In die Zellen für den jeweiligen Monat trägst du deine Einkünfte ein.

Excel Einnahmen

Genau so verfährst du mit deinen Ausgaben. Passe auch hier die Kategorien an und füge den im Vormonat ausgegebenen Betrag ein. Das kannst du tun, indem du z.B. ein Haushaltsbuch wie dieses hier führst. Ich bin mittlerweile dazu übergegangen, mir einen Excel-Export meiner Bankbewegungen des Vormonats zu ziehen, die Ausgaben zu kategorisieren und in die Felder einzutragen.Das kannst du aber halten, wie es für dich am besten passt!

Excel Ausgaben

Am Ende wird dir jeweils die Summe der Einnahmen, die Summe der Ausgaben und die Differenz berechnet, die idealerweise positiv sein sollte. Darüber hinaus zeigt die Tabelle dir deine persönliche Sparquote für den Monat. 48% wären hier schon recht ordentlich (der Durchschnitt in Deutschland liegt bei etwas über 10%)!

Schritt 2: Deine Investmentziele

Du solltest nun, nachdem du deine Einnahmen und Ausgaben ein paar Monate lang berechnet hast, eine ungefähre Summe haben, die du in jedem Monat zurücklegen kannst. Aber, wie Dave Ramsey schon immer sagt; Jeder Euro braucht einen Job. Also solltest du dir in diesem Schnitt einen konkreten Investmentplan anlegen.

Excel Investment

Deinen monatlichen Investmentbetrag teilst du nun auf die Assetklassen auf, in die du investieren möchtest – incl. Konto, Zahlungsintervall und erwarteter Rendite. Automatisiere deine Investments wenn möglich – z.B. durch automatische Sparpläne und Dauerüberweisungen.

Schritt 3: Vermögen und Verbindlichkeiten

Jetzt wird es nochmal interessanter; auch ich hatte bis zu dieser Kalkulation nur eine ungefähre Vorstellung, welche Größenordnung mein Vermögen hat. Okay, das klingt jetzt, als hätte ich mehr Geld, als ich zählen kann. So ist es natürlich (leider) nicht. Wie findest du nun also heraus, wie es bei dir aussieht?

(Klick zum Vergrößern)

Liste zunächst deine Bankguthaben auf den diversen Konten auf (wenn du, wie ich dir sehr empfehle, nicht nur ein Sparkassenkonto hast). Dazu kommt dein Vermögen, das im Aktiendepot liegt, in P2P Krediten angelegt ist oder in Gold (zum jeweils aktuellen Marktpreis). Bei Immobilien ist es zwar etwas schwieriger, den konkreten Wert festzulegen – ich setze hier aber den Kaufpreis plus wertsteigernde Renovierungen an (z.B. 5000 € für die neue Küche) ein.

Am Ende erhältst du hier einen Gesamt-Vermögenswert. Aber nicht so schnell, Verbindlichkeiten musst du hiervon abziehen. Das sind also Kredite für Auto und Immobilie oder Kreditkartenschulden.

Excel Vermögen
(Klick zum Vergrößern)

Ganz rechts wird dir die Differenz aus Vermögen und Verbindlichkeiten ausgegeben. Auch dieser Wert sollte idealerweise positiv sein. Die Vermögensaufstellung kannst aber musst du nicht monatlich durchführen. Ich selber mache meine Vermögensaufstellung ca. alle 3 Monate.

Schritt 4: Der Finanzstatus auf einen Blick

Jetzt endlich kannst du dir einen Überblick über deine Finanzen in möglichst einfacher Form verschaffen. Auf diesem Reiter erhältst du Informationen zu Sparquote, Einnahmen, Ausgaben und Vermögensentwicklung.

Excel Vermögensübersicht

Füge weitere Berchnungen hinzu

Wenn dein Excel Finanzplan mit dir und deinen Assets wachsen soll, wirst du vielleicht feststellen, dass dir manche Berechnungen fehlen. Füge nach deinem eigenen Bedarf weitere Tabellenblätter hinzu, um z.B. ein Budget festzulegen oder dein Aktiendepot detaillierter zu überwachen.

Viel Spaß mit deinem neuen Finanzplan!

2 Comments

  1. Hallo,

    du definierst eine Bargeldauszahlung als Ausgabe? Ausgegeben ist das doch erst, wenn ich es im Laden gegen Lebensmittel oder andere Güter tausche – solange es nur vom Girokonto in den Geldbeutel wandert, ist es wirtschaftlich gesehen doch nur eine Umbuchung und noch keine Ausgabe. De facto rechnest du jede Summe die bei Bargeldauszahlung steht, doppelt mit ein, einmal als Bargeldauszahlung und einmal verteilt auf die anderen Ausgabeposten wenn das Bargeld tatsächlich ausgegeben wird…

    Ich bin aber sicher, du hast diesen Fehler nur eingebaut, um deine Leser zu testen 😉

    VG Gova (der seine E-Mail-Adresse nicht teilen will)

    1. Lieber Gova, der seine Email Adresse nicht teilen will,

      wie schön, dass du so aufmerksam mitliest und mir mit gut gemeinten Ratschlägen zur Seite stehst! 😉

      De facto berechne ich die Ausgaben jedoch nicht doppelt, da ich Bezahlungen per Bargeld nicht erneut kontiere. Da ich ohnehin fast nichts bar zahle, fällt diese Zahl nicht sehr ins Gewicht und ich kann es mit meinem Gewissen vereinbaren, nur ungefähr zu wissen, wo mein Bargeld hingeht.
      Also; ich kategorisiere NUR die Bewegungen meines Girokontos – nicht die Zahlungen, die ich in bar vornehme.
      Darüber hinaus sind die gezeigten Zahlen nicht meine echten Ausgaben. Du kannst die Kategorie „Bargeldauszahlung“ natürlich nennen, wie du willst.

      Lisa

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