Frugalismus: Meine Ausgaben im Februar 2020

Frugalismus: Meine Ausgaben im Februar 2020

Mit dem Ziel, euch und mir selber gegenüber Rechenschaft abzulegen und idealerweise meine Kosten noch etwas weiter herunterzuschrauben, habe ich beschlossen, meine monatlichen Ausgaben offen zu legen. Vielleicht habt ihr ja auch Tipps, wie und wo ich noch mehr sparen könnte und wir können einander helfen, besser zu werden! Also los geht’s mit meinen Ausgaben für Februar 2020! Frugalismus Ausgaben

Meine Ausgaben (und alle anderen finanziellen Kennzahlen) tracke ich mit Hilfe meines Excel Finanzplaners, dessen Verwendung ich in diesem Post erkläre. Dort kannst du die Datei auch kostenlos herunterladen! Wichtig ist, dass du dir deinen Finanzplaner natürlich so anpassen kannst, wie es für dich am besten passt! Diese Kategorien sind für mich ideal:

Frugalismus

 

Wie ihr seht, bin ich aktuell noch weit von einem wirklich frugalen Leben entfernt. Ich habe trotzdem die Gelegenheit, mehr als die Hälfte meines Einkommens zurückzulegen, daher habe ich auch keinen großen Druck, meine Ausgaben herunterzuschrauben. Dennoch; ein bisschen mehr darauf zu achten, was ich wo ausgebe, schadet sicher nicht.
Frugalismus Ausgaben
Aber kommen wir zu den einzelnen Positionen.

Die großen Drei

Wie bei fast jedem habe auch ich drei große Positionen, auf die der Großteil meiner Ausgaben sich verteilt: Wohnen, Transport und Lebensmittel.

Wohnen

Meine Miete ist, da ich in einer günstigen Stadt wohne, angenehm niedrig. Ich teile mir mit meinem Freund eine 73 qm große Wohnung, sodass mein Anteil an der Kaltmiete 295 € beträgt. Dazu kommt noch mein Anteil an den Nebenkosten, sodass jeder von uns monatlich 357 € bezahlt. Hier sehe ich aktuell kein großes Einsparpotenzial. Uns beiden ist unsere Privatsphäre zu wichtig, als dass wir unser übriges Zimmer vermieten oder umziehen würden. Maximal an den Nebenkosten könnten wir schrauben, indem wir weniger Strom und Gas verbrauchen.

Transport

Hier inkludiert ist mein Monatsticket, das ich brauche, um zur Arbeit zu kommen. Die Bahn knöpft mir dafür jeden Monat 101 € ab. Entgegen der Behauptung, dass Bahnfahren günstiger werden solle, ist es zum Jahreswechsel teurer geworden (der Preisnachlass gilt nur für den Fernverkehr). Ich füge zudem hier Bahnfahrten hinzu, die ich außerplanmäßig mache – im Februar haben wir beispielsweise einen Städtetrip gemacht und sind dort mit der Bahn hingefahren.

Lebensmittel

Lebensmittel sind bei mir die Position, die am meisten schwankt. Inkludiert sind hier die Mittagessen, die ich in der Kantine meiner Firma zu mir nehme (und die direkt von Gehalt abgezogen werden) sowie Lebensmitteleinkäufe im Supermarkt und Discounter. Was und wie viel ich im Discounter kaufe macht den größten Unterschied zwischen den Monaten aus. Nicht nur, weil die Lebensmittel im Discounter günstiger sind. Sondern auch, weil ich dort nicht so viele leckere und interessante Dinge finde wie im top sortierten Feinschmecker-Supermarkt. Ich habe also durchaus Monate, in denen diese Zahl um 100 € höher ist.

Was sonst noch?

Die restlichen Positionen enthalten eher Kleckerbeträge, aber Kleinvieh macht auch Mist, wie der Volksmund sagt.

Okay, talking about Kleinvieh. Im vergangenen Monat habe ich, vor allem auf unserem Städtetrip, viel Bargeld abgehoben. Genauer gesagt 270 €. Ich muss definitiv besser darin werden, zu tracken, wo dieses Bargeld hingeht. Neue Regel also: Wenn bar bezahlt wird, muss die Position aufgeschrieben werden. Frugalismus Ausgaben

Unter UnterhaltuFrugalismus Ausgabenng verstehe ich soetwas wie meine Amazon Prime Mitgliedschaft sowie gelegentliche Filme, die ich mir dort ausleihe. Kommunikation umfasst meinen Handyvertrag und die zusätzlichen Gebühren, die ich durch’s Telefonieren habe. Korrigiert mich, aber ich glaube, hier könnte ich einsparen. Hat jemand einen guten Tipp?

Meine Mitgliedschaft im Fitnessstudio kostet monatlich 45 €. Das ist wirklich nicht wenig, ist es mir jedoch Wert, weil ich extensiven Gebrauch davon mache (3x pro Woche), das Studio direkt um die Ecke liegt und es fast immer leer ist. Das ist schlecht für den Betreiber aber gut für mich, die praktisch ein eigenes Fitnessstudio hat.

Drogerieprodukte dürfte selbsterklärend sein. Der Betrag von 22,40 € liegt jedoch höher als sonst, was ich vor allem darauf zurückführe, dass ich jetzt in der Nähe eines DMs arbeite. Hier sieht man mal wieder, dass die Gelegenheit die Diebe macht und nicht die Notwendigkeit. Notwendig waren dafür die Ausgaben für Medikamente von 10,64 €, die ich im vergangenen Monat hatte. Bildung ist ein Posten, an dem ich nie bewusst sparen möchte. Mein Audible-Abo fließt hier rein, ebenso die Bücher oder Kurse, die ich gekauft habe.

Kleidung ist wohl der Bereich, in dem es mir absolut nicht schwer fällt, zu sparen. Ich hasse so ziemlich alles am Shoppen, das Gedränge, die Hitze, ich gebe einfach nicht gerne Geld für Kleidung aus. Die 3,99 € in diesem Monat gingen für eine Mütze drauf, weil ich meine Zuhause vergessen habe und mir fast die Ohren abgefroren sind. Passenderweise steht auf der Mütze groß das Wort „Why?“.

Ausgehen enthält bei mir solche Punkte wie Essen und Trinken auswärts, aber auch Kinobesuch, Essen bestellen oder ähnliches. 49,28 € sind ein normaler monatlicher Betrag, da ich vor kurzem feststellte, dass ich zu oft Essen bestelle. Darauf achte ich also gerade etwas bewusster und entscheide mich öfters, am Samstag noch für den Sonntag mitzukochen.

Meinen Umgang mit der Kategorie Sonstiges übe ich gerade noch. In den meisten Fällen verstecken sich hier die Ausgaben, die ich für Dienstreisen habe und die ich natürlich von meinem Arbeitgeber erstattet kriege. Dies passiert aber erst im Folgemonat, also muss ich es irgendwo erfassen.

Was mich am meisten nervt

Ein Posten, der mir jeden Monat wieder negativ ins Auge sticht sind die Bankgebühren. Ich bin Sparkassen-Kundin seit ich mein erstes Sparbuch hatte. Aber durch das häufige Bezahlen mit der EC-Karte und das Abheben von Geld kommen jeden Monat Bankgebühren auf, die ich nicht mehr bereit bin, zu zahlen – in diesem Monat 29,34 €. Das Geld könnte ich in einen Sparplan investieren, statt es der Sparkasse für den Unterhalt ihrer A-Lage Immobilien zu geben. Ich werde mein Konto behalten, aber mit meinem Zahlungsverkehr demnächst auf ein DKB-Konto wechseln. Ich erzähle euch dann, wie das so klappt!

Okay, jetzt bin ich auf eure Meinungen und Tipps gespannt! Wie viel oder wenig gebt ihr aus? Welche kreativen Ideen habt ihr zum Sparen? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!
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6 Comments

  1. Hallo Lisa,

    Als jemand der seit nun 25 Jahren Ausgaben trackt würde ich Dir noch zusätzliche Kategorien empfehlen. Du sprichst von Städtetrips, hast aber keine Kategorie Urlaub – empfiehlt sich also. Diese sollte mAn aber nur Ausgaben für private Urlaubsreisen umfassen.
    Für Geschäftsreisen nutze ich eine Kategorie Geschäftsreise mit Unterkategorieren für Übernachtung, Transport, Sonstiges. Die verzögerte Erstattung ist normal, aber wenn Du das dann auf dieselbe Kategorie (zurück)buchst kannst Du sofort sehen ob alles erstattet wurde, oder ob z.B. das Hotelfrühstück nicht voll mit erstattet wurde etc.

    Herzliche Grüße aus der Ferne, Eiko

  2. Hallo Lisa,

    wieder Mal ein schöner Beitrag. Dein Blog ist tatsächlich der einzige, dem ich erlaubt habe mich bei neuen Beiträgen per Email zu benachrichtigen.

    Zum Thema Handy. Ich kaufe mir mein Handy immer selbst, statt über einen Vertrag zu gehen. Hier habe ich xiaomi als Anbieter für mich entdeckt. Top Smartphones zu sehr erschwinglichen Preisen.

    Da ich ja auch telefonieren und rumsurfen möchte, habe ich von Aldi-Talk das kleinste Paket für 7,99 € im Einsatz. 3 GB und Flatrate auf SMS und Telefonate reichen mir.

    180 € hab ich damals für mein Handy gezahlt und es jetzt genau drei Jahre im Einsatz. Also monatlich insgesamt 12,99 €, Tendenz fallend mit jedem weiteren Monat Nutzungsdauer.

    Die Bankgebühren sind in der Tat auch ein Posten, bei dem ich wild werden würde. Ich habe damals die ING der DKB vorgezogen und bin alles in allem auch sehr zufrieden.

    Mit den 101 € für die Bahn kommst du übrigens noch echt super weg im Vergleich zu einem Pkw.

    Wenn du gerne länger fischt, empfiehlt es sich Mal zu prüfen, wie viel Wasser pro Minute durch deinen Duschkopf fließen, oder doch nochmal ein paar Mal öfter in deinem privaten Fitnessstudio vorbei zu schauen. Mit dem Effekt, dass man dann auch nochmal etwas mehr für die Gesundheit tut 🙂

    Liebe Grüße
    Chris

    1. Hey Chris,
      Danke erstmal für das Kompliment!!
      Deine Tipps sind super- besonders das Handythema. Mein Telefon selbst ist ein altes Schätzchen, dessen Hometaste schon lange kaputt ist. Aber an dem Vertrag muss ich dringend etwas ändern, weil ich für 1GB ohne Telefon und SMS Flat 15€ Grubdgebühr zahle.

      Danke auch für deine anderen Tipps, die sind sehr willkommen!
      Liebe Grüße
      Lisa

      1. Ich leiste mir tatsächlich alle 2.3 Jahre ein neues Top Handy. Das kaufe ich aber über Ebay Kleinanzeigen von Leuten, die es über Vertragsverlängerungen bekommen haben (also keinen Monat gebraucht) und verkaufe das alte gebraucht weiter. Mein S3 und das S7 Edge haben mich so weniger als 10€ pro Monat gekostet. Und wenn ich mein S10nach 3 Jahren für 120€ verkauft bekomme sind es auch dort nur 10 Euro pro Monat.
        Für 2GB inkl. Telefon+SMS Flat zahle ich 3,99€ (Simplytel). Bei der Telekom ist sowas auch für deutlich uter 10€ machbar z.B. Pennymobil.

        1. Nice, vielen Dank für die Tipps bezüglich Vertrag!
          Ich benutze meine Handys üblicherweise so lange, wie sie funktionieren, da hat aber wie üblich jeder seine eigenen Vorstellungen 🙂

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